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	<title>Datenschutzalltag &#187; Datenschutzpolitik</title>
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		<title>Bundestag berät zum Beschäftigtendatenschutz</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 14:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Beschäftigtendatenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Bundestag beginnt am Donnerstag (24.2.2011) mit den Beratungen zum Beschäftigtendatenschutz.  Auf der Tagesordnung stehen erste Lesungen zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung (Drs 17/4230) sowie zu einem alternativen Entwurf von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Bleibt zu hoffen, dass die öffentliche Diskussion zu diesem wichtigen Thema wieder Fahrt aufnimmt; von den Folgen der Gesetzesänderungen sind schließlich Millionen Arbeitnehmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundestag beginnt am Donnerstag (24.2.2011) mit den Beratungen zum Beschäftigtendatenschutz.  Auf der <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/tagesordnungen/93.html" target="_blank">Tagesordnung</a> stehen erste Lesungen zum Gesetzesentwurf der Bundesregierung (Drs <a title="Drucksache 17/4230 (PDF) öffnet sich in neuem Fenster" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/042/1704230.pdf" target="_blank">17/4230</a>) sowie zu einem alternativen Entwurf von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die öffentliche Diskussion zu diesem wichtigen Thema wieder Fahrt aufnimmt; von den Folgen der Gesetzesänderungen sind schließlich Millionen Arbeitnehmer (und ihre Arbeitgeber) betroffen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Selbstkontrolle der Internetwirtschaft reicht beim Datenschutz nicht aus&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 15:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz Internetdeutschland wartet seit dem Geodatengipfel gebannt auf die Bescherung am 7.Dezember: Zum IT-Gipfel der Bundesregierung soll die Internetwirtschaft einen Datenschutz-Kodex vorlegen; gleichzeitig will das BMI den Entwurf eines Geodaten-Gesetzes präsentieren. Über das Für und Wider von Selbstverpflichtungen ist in den letzten Monaten heftig gestritten worden; die Gräben verlaufen beispielsweise quer durch das Bundeskabinett. Umso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz Internetdeutschland wartet seit dem Geodatengipfel gebannt auf die Bescherung am 7.Dezember: Zum IT-Gipfel der Bundesregierung soll die Internetwirtschaft einen <a href="http://www.netzwelt.de/news/84105-geodatengipfel-de-maizire-setzt-selbstregulierung-branche.html" target="_blank">Datenschutz-Kodex </a>vorlegen; gleichzeitig will das BMI den Entwurf eines Geodaten-Gesetzes präsentieren.</p>
<p>Über das Für und Wider von Selbstverpflichtungen ist in den letzten Monaten heftig gestritten worden; die Gräben verlaufen beispielsweise quer durch das Bundeskabinett. Umso bemerkenswerter fand ich die folgende Meldung ausgerechnet aus den USA, bisher in Datenschutzfragen eher als &#8220;Mutterland der Selbstregulierung&#8221; bekannt:</p>
<blockquote><p>Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama entwickeln derzeit eine Strategie, um den Datenschutz im Internet künftig besser durchzusetzen zu können, berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf Regierungskreise. [...]<br />
Einen klaren Abriss der neuen Strategie gibt es bislang offenbar noch nicht. In ersten Überlegungen habe die Obama-Regierung aber angemerkt, dass die Bemühungen zur Selbstkontrolle der Internetwirtschaft für eine Sicherung der Privatsphäre der Nutzer im Netz nicht ausreichten, schreibt das WSJ. Über ein neues &#8220;Datenschutzbüro&#8221; im Weißen Haus sollten daher jetzt Schritte eingeleitet werden, um das Vertrauen der Bürger in Online-Anwendungen zu erhöhen.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bericht-US-Regierung-will-Datenschutz-im-Internet-staerken-1135734.html" target="_blank">Heise</a></p></blockquote>
<p>Hoffen wir das Beste! Dass einer der Verantwortlichen ausgerechnet Schroeder heisst (Christopher Schroeder, Leiter des <a rel="external" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Office_of_Legal_Policy" target="_blank">Office of Legal Policy</a> im US-Justizministerium) , werte ich ganz persönlich als gutes Zeichen <img src='http://datenschutzalltag.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>Update: Hier ist der Link zum <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703848204575608970171176014.html" target="_blank">Artikel im Wall Street Journal</a></em></p>
<p><em>Noch ein Update: Fran Maier prognostiziert im <a href="http://www.truste.com/blog/?p=975" target="_blank">TRUSTe-Blog</a>: &#8220;Ultimately, I think an effective combination of bottom-up  (self-regulatory) and top-down (federal regulation) efforts will carry  the day.&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bundesrat will Datenschutzkontrolle bei Interessenvertretungen regeln</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/11/bundesrat-will-datenschutzkontrolle-bei-interessenvertretungen-regeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 21:42:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigtendatenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Interessenvertretung]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 5.11. hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum &#8220;Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes&#8221; abgegeben (Link, pdf). An einigen Stellen wurde gegenüber den Ausschussbeschlüssen zurückgerudert &#8211; das gehört zum politischen Geschäft. In die nächste Runde hat es u.a. folgende Forderung geschafft: [BDSG] § 4f wird folgender Absatz angefügt: &#8220;(6) Soweit eine Interessenvertretung keine andere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5.11. hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum &#8220;Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes&#8221; abgegeben (<a href="http://217.79.215.188/dip21/brd/2010/0535-10B.pdf" target="_blank">Link, pdf</a>).</p>
<p>An einigen Stellen wurde gegenüber den Ausschussbeschlüssen zurückgerudert &#8211; das gehört zum politischen Geschäft. In die nächste Runde hat es u.a. folgende Forderung geschafft:</p>
<blockquote><p>[BDSG] § 4f wird folgender Absatz angefügt:<br />
&#8220;(6) Soweit eine Interessenvertretung keine andere Person betraut, nimmt der Beauftragte für den Datenschutz nach Absatz 1 die datenschutzrechtliche Kontrolle der Interessenvertretung wahr. Dabei unterliegt der Beauftragte für den Datenschutz der Geheimhaltung.&#8221;&#8216;</p></blockquote>
<p>Die guten Nachrichten: Der Bundesrat will die bisher ungeklärte datenschutzrechtliche Kontrolle der Interessenvertretungen regeln. Diese Kontrolle soll &#8220;eigentlich&#8221; der Beauftragte für den Datenschutz  übernehmen. Darüber habe ich mich <a href="http://datenschutzalltag.de/2010/10/bundesratsausschusse-fordern-separates-beschaftigtendatenschutzgesetz/" target="_blank">zurecht gefreut</a>.</p>
<p>Die weniger gute Nachricht steht am Anfang der Forderung: <span id="more-620"></span>&#8220;Soweit eine Interessenvertretung keine andere Person betraut, &#8230;&#8221;  Als kritischer Datenschutzbeauftragter frage ich mich: Was soll das für eine Person ein? Die Begründung führt dazu u.a. aus</p>
<blockquote><p>[...] In Ergänzung des Aufgabenbereichs des Beauftragten für den Datenschutz wird dazu eine Auffangzuständigkeit für die Überwachung des Datenschutzes bei der Interessenvertretung begründet, soweit diese ihr Wahlrecht zur Übertragung der Datenschutzkontrolle an den betrieblichen oder behördlichen Datenschutzbeauftragten, einen eigenen Beauftragten oder einen externen Dritten nicht ausübt. Ein von der Interessenvertretung benannter Datenschutzbeauftragter unterliegt allerdings nicht den Statusvorschriften des § 4f BDSG (z. B. Kündigungsschutz).</p></blockquote>
<p>Wir wissen also, welchen Vorschriften der &#8220;von der Interessenvertretung benannte Datenschutzbeauftragte&#8221; nicht unterliegt. Im § 4f BDSG geht es aber nicht nur um den Kündigungsschutz des Beauftragten, sondern auch um so wesentliche Dinge wie die geforderte Zuverlässigkeit und Fachkunde. Die Anforderungen &#8220;irgendwie&#8221; erfüllen müssen &#8211; den Statusvorschriften nicht unterliegen &#8211; wie soll das funktionieren? Nach der wenig hilfreichen &#8220;kleinen Fachkunde&#8221; (&#8220;Das Maß der erforderlichen Fachkunde bestimmt sich insbesondere nach dem  Umfang der Datenverarbeitung der verantwortlichen Stelle und dem  Schutzbedarf der personenbezogenen Daten, die die verantwortliche Stelle  erhebt oder verwendet.&#8221;) droht aus meiner Sicht jetzt die Mini-Fachkunde. Das Nur-Betriebsrats-Datenschützerlein. Ein Alibi-Posten. Lass Dich darauf nicht ein, Bundestag!<br />
Eine Einschränkung lasse ich gelten: Wenn die Interessenvertretung selbst &#8220;groß genug&#8221; für einen eigenen Datenschutzbeauftragten ist, kann sie sich einen leisten. Dann aber bitte einen richtigen&#8230;</p>
<p>Jetzt liegt der Ball auf dem Feld des Bundestages. Die nächsten Plenarsitzungen finden vom 24.-26.11. statt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ULD-Gesetzesentwurf zum Datenschutz im Internet</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/10/uld-gesetzesentwurf-zum-datenschutz-im-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 22:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzzukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Einwilligung]]></category>
		<category><![CDATA[Löschdatum]]></category>
		<category><![CDATA[privacy by default]]></category>
		<category><![CDATA[ULD]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Entwurf ist heute netzweit diskutiert und mit netten Thilo-Weichert-Fotos (1,2)verbreitet worden. Ich begrüße den Vorstoß in Richtung &#8220;privacy by default&#8221; (wenn mir auch ein deutsches Schlagwort besser gefallen würde), den Ansatz eines vererbbaren Löschdatums sowie die beabsichtigte Klarstellung zum Thema &#8220;elektronische Einwilligungen&#8221;. Im Kernpunkt allerdings schließe ich mich der Kritik von RA Thomas Stadler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/presse/20101027-gesetzesvorschlag-internet-regulierung.htm" target="_blank">Entwurf</a> ist heute netzweit diskutiert und mit netten Thilo-Weichert-Fotos (<a href="http://www.datenschutz-praxis.de/fachwissen/fachnews/meinungsfreiheit-2013-aber-fair/image_mini" target="_blank">1</a>,<a href="http://www.golem.de/0911/71001-thilo_weichert.jpg" target="_blank">2</a>)verbreitet worden.</p>
<p>Ich begrüße den Vorstoß in Richtung &#8220;privacy by default&#8221; (wenn mir auch ein deutsches Schlagwort besser gefallen würde), den Ansatz eines vererbbaren Löschdatums sowie die beabsichtigte Klarstellung zum Thema &#8220;elektronische Einwilligungen&#8221;. Im Kernpunkt allerdings schließe ich mich der <a href="http://www.internet-law.de/2010/10/gesetz-zur-regelung-von-internetveroffentlichungen-vorgeschlagen.html" target="_self">Kritik von RA Thomas Stadler</a> an, was das unpraktikable Widerspruchsrecht im Einzelfall angeht.</p>
<p>So oder so, ein Gesetzentwurf mehr schadet in keinem Fall und legt die Latte für die spätestens zum 7.12. erwarteten Papiere von Wirtschaft &amp; BMI höher.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beschäftigtendatenschutz: Änderungswünsche des Bundesrates</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/10/beschaftigtendatenschutz-anderungswunsche-des-bundesrates/</link>
		<comments>http://datenschutzalltag.de/2010/10/beschaftigtendatenschutz-anderungswunsche-des-bundesrates/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 21:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigtendatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz im Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf Basis der veröffentlichten Empfehlungen habe ich die Änderungswünsche der Bundesratsausschüsse in den Kabinettsbeschluss eingearbeitet, um die Forderungen zu verdeutlichen. Das vorliegende PDF &#8220;Beschäftigtendatenschutz_Stand_der_Dinge&#8221; habe ich zuerst für mich selbst erstellt, gebe es aber gern weiter &#8211; natürlich ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Fehlerfreiheit etc. Wer sicher gehen will, vergleiche die Originaldokumente.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Basis der veröffentlichten Empfehlungen habe ich die Änderungswünsche der Bundesratsausschüsse in den Kabinettsbeschluss eingearbeitet, um die Forderungen zu verdeutlichen. Das vorliegende PDF &#8220;<a href="../wp-content/uploads/2010/10/Besch%C3%A4ftigtendatenschutz_Stand_der_Dinge.pdf">Beschäftigtendatenschutz_Stand_der_Dinge</a>&#8221; habe ich zuerst für mich selbst erstellt, gebe es aber gern weiter &#8211; natürlich ohne Gewähr auf Vollständigkeit, Fehlerfreiheit etc.</p>
<p>Wer sicher gehen will, vergleiche die Originaldokumente.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bundesratsausschüsse fordern separates Beschäftigtendatenschutzgesetz</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/10/bundesratsausschusse-fordern-separates-beschaftigtendatenschutzgesetz/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Konzernprivileg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beschlussempfehlungen der Bundesratsausschüsse für die Sitzung am 5. November liegen als Drucksache 535/2/10 (pdf) vor. Auf 46 Seiten werden zahlreiche Verbesserungen zugunsten der Beschäftigten angemahnt. Ganz grundsätzlich fordert der Bundesrat &#8211; wenn er am nächsten Freitag den Ausschussempfehlungen folgt &#8211; aus Gründen der Praxistauglichkeit ein eigenständiges Beschäftigtendatenschutzgesetz. Detailinformationen zu strittigen (und ebenso interessant: unstrittigen) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beschlussempfehlungen der Bundesratsausschüsse für die Sitzung am 5. November liegen als <a href="http://www.bundesrat.de/cln_179/SharedDocs/Drucksachen/2010/0501-600/535-2-10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/535-2-10.pdf" target="_blank">Drucksache 535/2/10 </a>(pdf) vor. Auf 46 Seiten werden zahlreiche Verbesserungen zugunsten der Beschäftigten angemahnt. Ganz grundsätzlich fordert der Bundesrat &#8211; wenn er am nächsten Freitag den Ausschussempfehlungen folgt &#8211; aus Gründen der Praxistauglichkeit ein eigenständiges Beschäftigtendatenschutzgesetz.</p>
<p>Detailinformationen zu strittigen (und ebenso interessant: unstrittigen) Punkten folgen an dieser Stelle &#8211; spätestens nach dem Beschluss des Bundesrates am 5.11.<br />
<span id="more-606"></span><br />
Neben Korrekturen finden sich auch neue Gedanken (a.a.O., S. 8):</p>
<blockquote><p>Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, die Fragen des Konzerndatenschutzes bei den auf EU-Ebene anstehenden Verhandlungen zu einer Reform der EG-Datenschutzrichtlinie einzubringen und in absehbarer Zeit einen Gesetzentwurf zu Regelungen betreffend Datenübermittlungen in-nerhalb von Konzernen vorzulegen.</p></blockquote>
<p>Die Schaffung eines Konzernprivilegs ist einerseits wünschenswert und spart Datenschutzbürokratie, andererseits kann eine solche Regelung nur europaeinheitlich eingeführt werden. Damit ständen den EU-Muttergesellschaften  die Türen zu den Daten ihrer Mitarbeiter in deutschen Tochterunternehmen ganz weit offen. Bei diesem Gedanken fröstelt es den einen oder anderen praxiserprobten Datenschutzbeauftragten vermutlich, denn das vielbeschworene einheitliche Datenschutzniveau innerhalb der EU zeigt bei näherer Betrachtung bemerkenswerte Höhen und Abgründe.</p>
<p>Für das Kontrolldefizit im Bereich der Interessenvertretungen machen die Ausschüsse folgenden Vorschlag (a.a.O., S. 15):</p>
<blockquote><p>§ 4f (Anm.: BDSG) wird folgender Absatz angefügt:<br />
&#8220;(6) Soweit eine Interessenvertretung keine andere Person betraut, nimmt der Beauftragte für den Datenschutz nach Absatz 1 die datenschutzrechtliche Kontrolle der Interessenvertretung wahr. Dabei unterliegt der Beauftragte für den Datenschutz der Geheimhaltung.&#8221;&#8216;</p></blockquote>
<p>Eine solche Regelung halte ich für vernünftig und überfällig.</p>
<p>Zu guter Letzt will der Bundesrat ins BDSG schreiben lassen, die Datenschutzaufsichtsbehörden &#8220;nehmen die ihnen zugewiesenen Aufgaben<strong> in völliger Unabhängigkeit</strong> wahr&#8221; (a.a.O. S. 45) . Damit würde die Entscheidung des EuGH ausdrücklich auch im Bundesdatenschutzgesetz umgesetzt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesrat berät am 5. November zum Beschäftigtendatenschutz</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/10/bundesrat-berat-am-5-november-zum-beschaftigtendatenschutz/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Oct 2010 12:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigtendatenschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie zu erwarten war, berät der Bundesrat auf seiner 876. Sitzung am 5. November über den vorliegenden Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz. Das ist der vorläufigen Tagesordnung (pdf) zu entnehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie zu erwarten war, berät der Bundesrat auf seiner 876. Sitzung am 5. November über den vorliegenden Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz. Das ist der <a href="http://www.bundesrat.de/cln_152/DE/parlamentsmaterial/to-plenum/876-sitzung/entwurf-to/entwurf-to,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/entwurf-to.pdf" target="_blank">vorläufigen Tagesordnung (pdf)</a> zu entnehmen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gesetz zum Beschäftigtendatenschutz verzögert sich weiter [Update]</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2010/09/gesetz-zum-beschaftigtendatenschutz-verzogert-sich-weiter/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 20:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesetzgebung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bundesrat hat sich auf seiner 874. Sitzung am vergangenen Freitag unter dem Tagesordnungspunkt 78 (von 78 &#8230;) mit dem &#8220;Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes&#8221; befasst (Siehe Tagesordnung). Eine Stellungnahme kam noch nicht zustande, stattdessen hat der Bundesrat einen Antrag auf Fristverlängerung gestellt (Download: zu535/10 &#8211; pdf). Die dortige Begründung: Mit dem Gesetzentwurf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesrat hat sich auf seiner 874. Sitzung am vergangenen Freitag unter dem Tagesordnungspunkt 78 (von 78 &#8230;) mit dem &#8220;Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes&#8221; befasst (Siehe <a href="http://www.bundesrat.de/cln_171/DE/parlamentsmaterial/to-plenum/874-sitzung/to-node.html?__nnn=true" target="_blank">Tagesordnung</a>).</p>
<p>Eine Stellungnahme kam noch nicht zustande, stattdessen hat der Bundesrat einen Antrag auf Fristverlängerung gestellt (Download: <a href="http://www.bundesrat.de/cln_171/SharedDocs/Drucksachen/2010/0501-600/zu535-10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/zu535-10.pdf" target="_blank">zu535/10 &#8211; pdf</a>).</p>
<p>Die dortige Begründung:</p>
<blockquote><p>Mit dem Gesetzentwurf soll erstmals seit jahrzehntelanger Diskussion eine umfassende gesetzliche Regelung für den Arbeitnehmerdatenschutz getroffen werden. Bisher existieren nur wenige spezifische gesetzliche Regelungen. Der rechtliche Rahmen ergibt sich aus verschiedenen allgemeinen Gesetzen und einer Vielzahl von gerichtlichen Einzelentscheidungen.<br />
Daraus ergibt sich eine hohe Komplexität der Materie und ein erheblicher Beratungsbedarf, der eine Verlängerung der Frist zur Stellungnahme erforderlich macht.</p></blockquote>
<p>Damit verzögert sich der parlamentarische Prozess nach Artikel 76 des Grundgesetzes um weitere drei Wochen:</p>
<p>Der Gesetzesentwurf wurde dem Bundesrat am 3. September zugeleitet.  Eine Stellungnahme ist nun nach spätestens 9 Wochen, also am 5. November abzugeben.</p>
<p><strong>Update am 15.10.: Der federführende Bundesratsausschuss für Innere Angelegenheiten berät in seiner Sitzung am 21.10. über den Entwurf, siehe <a href="http://www.bundesrat.de/cln_161/SharedDocs/Auschuesse-Termine-To/in/termine-to/2010-10-21-TO,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2010-10-21-TO.pdf" target="_blank">Tagesordnung</a> (pdf).<br />
Bereits am 19.10. hat der Ausschuss für Arbeit und Soziales das Thema auf der <a href="http://www.bundesrat.de/cln_161/SharedDocs/Auschuesse-Termine-To/as/termine-to/2010-10-19-download,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2010-10-19-download.pdf" target="_blank">Agenda</a> (pdf); am 20.10. der Gesundheitsausschuss (<a href="http://www.bundesrat.de/SharedDocs/Auschuesse-Termine-To/g/termine-to/2010-10-20-download,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2010-10-20-download.pdf" target="_blank">pdf</a>). Am 21.10. tagt letztlich auch der Wirtschaftsausschuss <a href="http://www.bundesrat.de/cln_161/SharedDocs/Auschuesse-Termine-To/wi/termine-to/2010-10-21-TO,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/2010-10-21-TO.pdf" target="_blank">dazu</a> (pdf).</strong><em><br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Datenschutz im Bundestag: Entwurf eines Gesetzes zum Datenschutz im Beschäftigungsverhältnis</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/datenschutz-im-bundestag-entwurf-eines-gesetzes-zum-datenschutz-im-beschaftigungsverhaltnis/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 15:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz im Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigtendatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Die SPD legt einen Entwurf für ein Beschäftigtendatenschutgesetz (BDatG) vor (17/69), der auf den ersten Blick mit dem Diskussionsentwurf aus dem Scholz-Ministerium von Anfang September identisch ist. 26.11.2009 &#8211; 17/69 &#8211; Gesetzentwurf der Fraktion der SPD Text des Gesetzentwurfes: pdf Pressemitteilung Deutscher Bundestag (Original hier): Die SPD-Fraktion fordert strengere Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD legt einen Entwurf für ein Beschäftigtendatenschutgesetz (BDatG) vor (17/69), der auf den ersten Blick mit dem <a href="http://www.bmas.de/portal/40020/2009__11__17__gesetz__datenschutz__beschaeftigungsverhaeltnis.html" target="_blank">Diskussionsentwurf aus dem Scholz-Ministerium</a> von Anfang September identisch ist.</p>
<p><strong>26.11.2009 &#8211; 17/69 &#8211; Gesetzentwurf der Fraktion der SPD</strong><br />
<span id="more-558"></span><br />
Text des Gesetzentwurfes: <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/000/1700069.pdf" target="_blank">pdf</a><br />
Pressemitteilung Deutscher Bundestag (Original <a href="http://www.bundestag.de/presse/hib/2009_11/2009_285/01.html" target="_blank">hier</a>):<a href="http://bundestag.de/presse/hib/2009_11/2009_274/03.html" target="_blank"></a></p>
<blockquote><p>Die SPD-Fraktion fordert strengere Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer vor dem Missbrauch persönlicher Daten und hält dazu ein eigenständiges Gesetz für notwendig. ”Die Defizite der gesetzlichen Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes begründen die Notwendigkeit eines eigenständigen Beschäftigtendatenschutzgesetzes“, heißt es in einem Gesetzentwurf der SPD-Fraktion (<a title="Drucksache 17/69 (PDF) öffnet sich in neuem Fenster" href="http://dip.bundestag.de/btd/17/000/1700069.pdf" target="_blank">17/69</a>). Anlass des Vorstoßes sind die Datenschutzskandale in der Wirtschaft in den vergangenen Monaten. Im Umgang mit Arbeitnehmerdaten werde immer weniger Rücksicht auf Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten genommen, heißt es in der Begründung. Beispiele dafür seien die ”erzwungene“ freiwillige Einwilligungen von Arbeitnehmern in umfassende Erhebungen und Verarbeitung von Daten durch Arbeitgeber, insbesondere im Bereich der Gesundheitsinformation, die unklare Situation bezüglich des Einsatzes von Videoanlagen außerhalb öffentlicher Räume oder auch das Fortbestehen der Möglichkeit heimlicher Überwachungen durch den Arbeitgeber, schreibt die Fraktion.</p></blockquote>
<blockquote><p>Daher ”sollen Unternehmen stärker als bisher verpflichtet werden, die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen zu achten“, heißt es in dem Entwurf. Die SPD-Fraktion hält eine ”Ausweitung der Mitbestimmungsrechte bei Erhebung, Speicherung und Verarbeitung von Daten“ für erforderlich, ebenso die Stärkung der Individualrechte der Arbeitnehmer. Ziel sei es, ”mehr Rechtsklarheit und Rechtssicherheit“ zu schaffen. Dazu müsse klar geregelt werden, ”welche Daten eines Bewerbers im Einstellungsverfahren erhoben und verwendet werden dürfen“, heißt es weiter. Durch das Gesetz würden erstmals die Grenzen des Fragerechts des Arbeitgebers klar definiert &#8211; etwa bei Fragen nach der Religion, der sexuellen Identität, der politischen Einstellung oder gewerkschaftlicher Betätigung. ”Bei Dritten darf der Arbeitgeber Auskünfte über einen Bewerber nur mit dessen Einwilligung einholen“, schreibt die Fraktion. Gesundheitliche Untersuchungen sollten im Einstellungsverfahren nur noch unter klar benannten Voraussetzungen möglich sein.</p>
<p>Eine Videoüberwachung am Arbeitsplatz soll ebenso wie der Einsatz von Ortungssystemen und die Verwendung biometrischer Daten ”an konkrete Voraussetzungen“ geknüpft werden, heißt es in dem Entwurf. Eine gezielte Videoüberwachung soll grundsätzlich verboten werden und nur zulässig sein, wenn Anhaltspunkte den Verdacht einer Straftat im Beschäftigungsverhältnis begründen. Die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen will die SPD-Fraktion verbieten. Nutzen Beschäftigte Telefon, E-Mail und Internet am Arbeitsplatz, ”darf der Inhalt der Nutzung nicht erhoben werden“.</p>
<p>Beschäftigte, deren Daten unzulässig oder unrichtig erhoben oder verwendet wurden, sollen Anspruch auf Korrektur und Schadenersatz haben. In Betrieben mit fünf oder mehr Mitarbeitern soll nach dem Willen der SPD-Fraktion ein Beschäftigtendatenschutzbeauftragter bestellt werden.</p></blockquote>
<p>Die Reaktionen auf den Entwurf werden wohl ähnlich ausfallen wie beim Scholz-Diskussionspapier Anfang September. Auf jeden Fall ein neuer Impuls, um das Thema Arbeitnehmerdatenschutz (oder auch Beschäftigtendatenschutz) in der parlamentarischen Diskussion zu halten.</p>
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		<title>[BvD] BvD erwartet Startsignal für besseren Datenschutz</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/bvd-bvd-erwartet-startsignal-fur-besseren-datenschutz/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 14:01:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz im Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzaufsichtsbehörden]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzbeauftragte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[BMI]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Pressemitteilung des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V.: Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) e.V. erhofft sich deutliche Signale vom angekündigten Vier-Augen-Gespräch zwischen dem neuen Bundesinnenminister Thomas de Maiziére und dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. Die Aussagen im Koalitionsvertrag und erste Äußerungen de Maiziéres zum Datenschutz klingen vielversprechend, müssen aber zügig in Recht und Praxis umgesetzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine <a href="http://www.bvdnet.de/pressemitteilungen/2009/11/26" target="_blank">Pressemitteilung</a> des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V.:</p>
<blockquote><p>Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten (BvD) e.V. erhofft sich deutliche Signale vom angekündigten Vier-Augen-Gespräch zwischen dem neuen Bundesinnenminister Thomas de Maiziére und dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar. Die Aussagen im Koalitionsvertrag und erste Äußerungen de Maiziéres zum Datenschutz klingen vielversprechend, müssen aber zügig in Recht und Praxis umgesetzt werden.<br />
<span id="more-554"></span><br />
Der BvD-Vorstand teilt die Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten, dass die Auslegungsspielräume des veralteten Datenschutzrechts und die ungenügenden Vorgaben an den Beruf des Datenschutzbeauftragten die ordnungsgemäße Überwachung von Datenverarbeitungsvorgängen vor praktische Schwierigkeiten stellt.</p>
<p>Der BvD schließt sich der Erwartungshaltung der Aufsichtsbehörden an die neue Bundesregierung an, dass vor allem für die Verarbeitung von Daten im Beschäftigungsverhältnis umgehend neue Vorgaben gemacht werden, um den Ausgleich zwischen Unternehmen und Beschäftigten rechtssicher herzustellen. „Bluttests, GPS-Ortung, RFID-Chips oder mobile Endgeräte sind ungeklärte Datenschutzthemen im Beschäftigtenverhältnis“, so Thomas Spaeing, Vorsitzender des Berufsverbandes.</p>
<p>Marco Biewald, stellvertretender Vorsitzender, betont: „Nach Datenschutzskandalen steigt die Sensibilität für den richtigen Umgang mit Daten in Unternehmen zunehmend, derzeit müssen betriebliche Datenschutzbeauftragte aber die Lücken des Gesetzes durch eigene Standpunkte füllen.“ Konkrete Fragen („Darf ich oder darf ich nicht“) müssen mangels konkreter gesetzlicher Vorgaben weiter mit Interessensabwägungen und Angemessenheitsprüfungen entschieden werden. „Die Bewertung führt bei jedem Unternehmen zu einem anderen Ergebnis.“, so Biewald dazu. „Hier erwarten unsere Mitglieder klare Regelungen.“</p>
<p>Ob Datenschutz im Unternehmen als Last empfunden wird oder vorteilhaft umgesetzt werden kann, hängt in hohem Maße von der Kompetenz des Datenschutzbeauftragten ab. Der BvD teilt die Ansicht Peter Schaars, der fehlende Definitionen zum Beruf des Datenschutzbeauftragten festgestellt und ein entsprechendes Berufsbild gefordert hatte, das gesetzlich verankert werden könnte.</p>
<p>Der Berufsverband hat längst vorgelegt: Sein im September verabschiedetes berufliches Leitbild definiert bundesweit erste Maßstäbe und wurde auch vom Bundesdatenschutzbeauftragten begrüßt. „Wir warnen deutlich davor, sich nach einem Schnellkurs bei ominösen Seminaranbietern zum Datenschutzbeauftragten bestellen zu lassen“, betont Thomas Spaeing, Vorsitzender des Berufsverbandes. „Es besteht Konsens zwischen Berufsverband, Aufsichtsbehörden und Politik, dass Datenschutzbeauftragte bestimmte Qualifikationen besitzen müssen. Welche das sind, legen diese Stellen fest, nicht ein beliebiger Seminaranbieter!“</p></blockquote>
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		<title>Arbeitnehmerdatenschutz: Scheinbar ein verwirrendes Thema</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/arbeitnehmerdatenschutz-scheinbar-ein-verwirrendes-thema/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 15:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutzgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema ist ernst, aber seine Abhandlung in den letzten Wochen interesant und aufschlussreich. Ein kleiner Einblick in Zuständigkeiten. Der Arbeitnehmerdatenschutz muss geregelt werden. Dringend. Nur wie und wo? Zunächst eine Zusammenfassung des bisherigen Geschehens: 1. In der vergangenen Legislaturperiode konzentrierten sich die Aktivitäten auf das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Von dort legte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Thema ist ernst, aber seine Abhandlung in den letzten Wochen interesant und aufschlussreich. Ein kleiner Einblick in Zuständigkeiten.<br />
</strong></p>
<p>Der Arbeitnehmerdatenschutz muss geregelt werden. Dringend. Nur wie und wo?</p>
<p>Zunächst eine Zusammenfassung des bisherigen Geschehens:<br />
<span id="more-507"></span><br />
1. In der vergangenen Legislaturperiode konzentrierten sich die Aktivitäten auf das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Von dort legte Ex-Minister Olaf Scholz kurz vor Toresschluss der Großen Koalition noch einen &#8211; nach meiner Meinung halbgaren &#8211; Entwurf für ein Beschäftigtendatenschutzgesetz vor.</p>
<p>2. Im Koalitionsvertrag einigten sich die Regierungsparteien im Oktober darauf, den Arbeitnehmerdatenschutz in einem eigenen Kapitel des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zu verankern. Nebenbei rutscht damit die Verantwortung ins Bundesministerium des Innern (BMI).</p>
<p>3. Der neue Bundesinnenminister wird am 02.11. u.a. in der <a href="http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2009/11/02/02-14-maiziere.html" target="_blank">BILD-Zeitung</a> mit der Aussage zitiert, umgehend den Entwurf für ein neues Arbeitnehmerdatenschutzgesetz vorzulegen. <a href="http://datenschutzalltag.de/2009/11/bmi-kein-eigenstandiges-arbeitnehmerdatenschutzgesetz-geplant/" target="_blank">Auf Anfrage berichtigt die Pressestelle</a> am 04.11., der Minister sei falsch zitiert worden und plane weiter einen Abschnitt zum  Arbeitnehmerdatenschutz im BDSG.</p>
<p>4. In der <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_173/SharedDocs/Reden/DE/2009/11/rede_bt.html" target="_blank">Aussprache zur Regierungserklärung</a> der Kanzlerin gelingt dem Innenminister am 11.11. die Quadratur des Kreises:  &#8220;Ich werde im nächsten Jahr einen Gesetzentwurf im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz vorlegen.&#8221;</p>
<p><strong>Jetzt hat sich auch Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vom Verwirrspiel anstecken lassen.</strong></p>
<p>Im gestrigen Interview für <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1070246/" target="_blank">Deutschlandradio</a> hatte sie sich wörtlich für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz ausgesprochen &#8211; heute rudert sie in einer <a href="http://www.leutheusser-schnarrenberger.de/politik/bundestag/fdp-will-arbeitnehmerdatenschutz-staerken" target="_blank">Meldung auf ihrer Webseite zurück</a> und formulierte die Überschrift unverbindlicher &#8220;FDP will Arbeitnehmerdatenschutz stärken&#8221;. Im Text der Meldung findet sich dann allerdings ein neues Beispiel kreativer Ministerialgrammatik:</p>
<blockquote><p>Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will den <strong>Arbeitnehmerdatenschutzgesetz </strong>stärken und auch für Fragen bei Bewerbungsgesprächen eine verbindliche Rechtsgrundlage schaffen.</p></blockquote>
<p>Deutschlehrer stöhnen auf &#8211; Ich bleibe standhaft: Hauptsache, es kommt bald was! Und die Justizministerin ist so oder so nicht federführend. Schade eigentlich <img src='http://datenschutzalltag.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auch die Opposition hält das Thema am Köcheln: Eine erste <a href="http://datenschutzalltag.de/2009/11/datenschutz-im-bundestag-datenmissbrauch-bei-der-ba/" target="_blank">Kleine Anfrage der GRÜNEN</a> greift neben dem Datenmissbrauch bei der BA auch den Arbeitnehmerdatenschutz auf.</p>
<p>Übrigens: Der neue Bundesarbeitsminister hat sich zum Thema noch nicht zu Wort gemeldet. Bleibt zu hoffen, dass seine kompetenten, weil langjährig mit dem Thema befassten Mitarbeiter in die Erarbeitung der neuen Vorschriften mit einbezogen werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Datenschutz im Bundestag: &#8220;Datenmissbrauch bei der BA&#8221;</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/datenschutz-im-bundestag-datenmissbrauch-bei-der-ba/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 15:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz im Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[17/18]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[BA]]></category>
		<category><![CDATA[BfDI]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesagentur für Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Kleine Anfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[Die GRÜNEN starten mit ihrer Kleinen Anfrage 17/18 die &#8220;amtliche&#8221; parlamentarische Datenschutzsaison. An dieser Stelle meine Hoffung, dass in den nächsten Jahren durch den Deutschen Bundestag (Regierung wie Opposition) gute und praktikable Impulse für alle &#8220;Datenschutzbetroffenen&#8221; (Handelnde wie Behandelte) ausgelöst werden . Die Rollen sind klar verteilt, das Personal teilweise neu &#8211; interessant wird es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die GRÜNEN starten mit ihrer Kleinen Anfrage 17/18 die &#8220;amtliche&#8221; parlamentarische Datenschutzsaison. An dieser Stelle meine Hoffung, dass in den nächsten Jahren durch den Deutschen Bundestag (Regierung wie Opposition) gute und praktikable Impulse für alle &#8220;Datenschutzbetroffenen&#8221; (Handelnde wie Behandelte) ausgelöst werden .<br />
Die Rollen sind klar verteilt, das Personal teilweise neu &#8211; interessant wird es auf jeden Fall. Macht was draus, wir zählen auf Euch!</p>
<p><strong>13.11.2009 &#8211; 17/18 &#8211; Kleine Anfrage der Fraktion &#8220;Bündnis 90/Die Grünen&#8221;</strong></p>
<p>Text der Kleinen Anfrage: <a href="http://dip.bundestag.de/btd/17/000/1700018.pdf" target="_blank">pdf</a><br />
Pressemitteilung Deutscher Bundestag (Original <a href="http://bundestag.de/presse/hib/2009_11/2009_274/03.html" target="_blank">hier</a>):<a href="http://bundestag.de/presse/hib/2009_11/2009_274/03.html" target="_blank"><br />
</a></p>
<blockquote><p>Nach ”Datenmissbrauch bei der Bundesagentur für Arbeit“ (BA) erkundigt sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleinen Anfrage (<a title="Drucksache 17/18 (PDF) öffnet sich in neuem Fenster" href="http://dip.bundestag.de/btd/17/000/1700018.pdf" target="_blank">17/18</a>). Darin verweisen die Abgeordneten auf Presseberichte und Angaben des Bundesbeauftragten für Datenschutz, wonach es bei der BA sowohl bei der Jobbörse als auch bei dem sogenannten Vier-Phasen-Modell zur Erhebung der Daten von Arbeitslosen und Hilfebedürftigen erhebliche Datenschutzmängel gebe. So seien die Bewerbungsunterlagen von rund 3,8 Millionen Arbeitssuchenden, die sich über die Jobbörse um einen Arbeitsplatz bemühen, nicht hinreichend für Missbrauch geschützt. Wissen wollen die Abgeordneten unter anderem, wie viele Arbeitgeber sich im Schnitt wöchentlich bei der Jobbörse registrieren, um ein Stellenangebot einzustellen und Zugriff auf die Bewerberdaten zu erlangen. Ferner fragen sie, welche Angaben die BA von Stellenanbietern erhebt, bevor ihnen der Zugang zu nicht anonymisierten Bewerberdaten gestattet wird, und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Bewerberdaten bei der Jobbörse künftig besser vor Missbrauch zu schützen.</p></blockquote>
<p>Neben den Fragen zur BA bohren die Grünen auch zu den Themen &#8220;Kompetenzen des BfDI&#8221; und &#8220;Arbeitnehmerdatenschutz&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die unendliche Geschichte: Thomas de Maizière zum Arbeitnehmerdatenschutzgesetz</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/die-unendliche-geschichte-thomas-de-maiziere-zum-arbeitnehmerdatenschutzgesetz/</link>
		<comments>http://datenschutzalltag.de/2009/11/die-unendliche-geschichte-thomas-de-maiziere-zum-arbeitnehmerdatenschutzgesetz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 22:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[BMI]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesdatenschutzgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datensicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas de Maiziere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hat er &#8211; oder hat er nicht?&#8221; habe ich mich heute nach ersten Meldungen über die neuerliche Auferstehung des Arbeitnehmerdatenschutzgesetzes  in der ersten Bundestagsrede des neuen Bundesinnenministers Thomas de Maizière gefragt. Verwirrung gab es ja bereits in der letzten Woche. Jetzt liegt der Text der heutigen Erklärung vor. Hier die (leider kurzen) Auszüge zum Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Hat er &#8211; oder hat er nicht?&#8221; habe ich mich heute <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5iThTtPyNZvxQyoiUQIu9AO_7_qyg" target="_blank">nach ersten Meldungen</a> über die neuerliche Auferstehung des Arbeitnehmerdatenschutzgesetzes  in der ersten Bundestagsrede des neuen Bundesinnenministers Thomas de Maizière gefragt. <a href="http://datenschutzalltag.de/2009/11/bmi-kein-eigenstandiges-arbeitnehmerdatenschutzgesetz-geplant/" target="_blank">Verwirrung</a> gab es ja bereits in der letzten Woche.</p>
<p>Jetzt liegt der Text der <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_173/SharedDocs/Reden/DE/2009/11/rede_bt.html" target="_blank">heutigen Erklärung</a> vor. Hier die (leider kurzen) Auszüge zum Thema Datenschutz:<br />
<span id="more-448"></span></p>
<blockquote><p>Eine große Herausforderung für unser Zusammenleben sind die rasanten Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Internet kann zu mehr Teilhabe und sogar zu neuen Formen gemeinschaftlichen Handelns führen. Das fördert die Bundesregierung selbst nach Kräften. Auch mit der Gewährleistung sicherer Abläufe und der Erhaltung der Funktionsfähigkeit unserer IT-Infrastruktur müssen wir uns weiter befassen. Es geht zunehmend nicht mehr um die alte Debatte, ob der Staat hier in Freiheitsrechte zu stark eingreift. Auf private Daten wird heute nicht vor allem vom demokratischen Staat zugegriffen,  sondern eher von anderen Privaten, auch wegen manchmal eigener Leichtfertigkeit und auch wegen der Unauslöschlichkeit der Spuren der Internetnutzung. Da brauchen wir neue Antworten und nicht alte Frontstellungen.</p></blockquote>
<p>Schade, wieder kein selbstkritischer Innenminister, was die Datenverarbeitung durch öffentliche Stellen angeht. Dazu <a href="http://datenschutzalltag.de/2009/10/wer-hat-den-schwarzer-peter/" target="_blank">hier</a> mehr. In der Beurteilung der Hauptgefahr für private Daten stimmt er interessanterweise mit <a href="http://datenschutzalltag.de/2009/11/marketing-und-datenschutz-eine-hassliebe/" target="_blank">Bruce Schneier </a>überein: Private sammeln! Okay, Schneier sagt weiter: &#8230; und der Staat bedient sich bei ihnen.</p>
<blockquote><p>Immer wichtiger wird deshalb die Informationssicherheit. Die Gewährleistung sicherer Kommunikation ist für mich eine neue staatliche Aufgabe. Daher wird der Datenschutz ‑ ich glaube, wir sollten lieber von Datensicherheit sprechen ‑ ein Schwerpunkt der Arbeit in dieser Legislaturperiode sein.</p></blockquote>
<p>Arrgh. Bitte,  <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_173/SharedDocs/StrukturAbteilungen/abteilung_v.html?nn=109676" target="_blank">liebes Referat V II 4 im BMI</a>, erklärt Eurem Minister schnellstens den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit.</p>
<blockquote><p>Gesetzlicher Regelungsbedarf besteht zum Beispiel beim Arbeitnehmerdatenschutz. Ich werde im nächsten Jahr einen Gesetzentwurf im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes für ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz vorlegen.</p></blockquote>
<p>Die Auflösung der Frage ist also die Quadratur des Kreises: Es wird ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz im Bundesdatenschutzgesetz geben.</p>
<p>Juristen stöhnen bei dieser Formulierung auf &#8211; egal. Hauptsache, es kommt bald was!</p>
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		<title>Lesetipp: RaheBlog zum Telekom-Paket</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/lesetipp-raheblog-zum-telekom-paket/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 15:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Änderungsantrag 138]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Rahe]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom-Paket]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Nacht wurde im Vermittlungverfahren des Europäischen Parlaments eine Einigung über den Änderungsantrag 138 beim sogenannten Telekom-Paket erzielt. Michael Rahe gibt einen knappen Überblick über die Materie, bewertet den Kompromiss und erläutert die nächsten Schritte. Hier nachzulesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Nacht wurde im Vermittlungverfahren des Europäischen Parlaments eine Einigung über den Änderungsantrag 138 beim sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Telekom-Paket" target="_blank">Telekom-Paket</a> erzielt. Michael Rahe gibt einen knappen Überblick über die Materie, bewertet den Kompromiss und erläutert die nächsten Schritte. <a href="http://blog.michael-rahe.de/2009/11/05/bewertung-telecoms-package-deal/" target="_blank">Hier</a> nachzulesen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Saarland bekommt unabhängiges Datenschutzzentrum</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 15:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutzaufsichtsbehörden]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Im heute veröffentlichten Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition im Saarland finden sich zahlreiche Aussagen zum Datenschutz. Herausgepickt: Angekündigt wird die Schaffung eines &#8220;unabhängigen Datenschutzzentrums&#8221;, das nicht nur dem Namen nach dem Kieler Vorbild ähnelt: Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger sowohl im nicht-öffentlichen als auch im öffentlichen Bereich wirksam vor dem Missbrauch ihrer persönlichen Daten schützen. Hierzu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im heute veröffentlichten <a href="http://www.cdu-saar.de/downloads/88782.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag der Jamaika-Koalition</a> im Saarland finden sich zahlreiche Aussagen zum Datenschutz. Herausgepickt: Angekündigt wird die Schaffung eines &#8220;unabhängigen Datenschutzzentrums&#8221;, das nicht nur dem Namen nach dem <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/" target="_blank">Kieler Vorbild</a> ähnelt:<span id="more-314"></span></p>
<blockquote><p>Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger sowohl im nicht-öffentlichen als auch im öffentlichen Bereich wirksam vor dem Missbrauch ihrer persönlichen Daten schützen.<br />
Hierzu wollen wir ein unabhängiges Datenschutzzentrum schaffen. Dieses soll als niedrigschwellige und bürgernahe Kontroll- und Beratungsinstanz dienen und die zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen des Datenschutzes sein. Vorbehaltlich des Ergebnisses der Beschwerde wegen einer möglichen fehlerhaften Umsetzung des Artikels 28 der Datenschutzrichtlinie sollen in diesem Zentrum der Datenschutz für den öffentlichen und den nicht-öffentlichen Bereich zusammengefasst werden. Die Kontrolle des nicht-öffentlichen Datenschutzes wird dann umgehend aus dem zuständigen Ministerium ausgegliedert.</p></blockquote>
<p>Damit hat binnen Monatsfrist das dritte Bundesland Veränderungen bei Datenschutzaufsichtsbehörden beschlossen bzw.  angekündigt.</p>
<p>Gestern wurde aus dem <strong>Brandenburger</strong> <a href="http://www.dielinke-brandenburg.de/fileadmin/Koalition/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank">Koalitionsvertrag</a> bekannt:</p>
<blockquote><p>Die Koalition wird den institutionellen Datenschutz stärken. Dazu soll die Aufsicht über den der öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich(e) in einer Behörde zusammengefasst und unabhängig wahrgenommen werden.</p></blockquote>
<p>Ende Oktober hatte die CDU in <strong>Baden-Württemberg</strong> ihren Widerstand gegen die Zusammenlegung der Datenschutzaufsichtsbehörden<a href="http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/datenschutz-in-einer-hand--21390557.html" target="_blank"> aufgegeben</a>.</p>
<p>Bei allen drei Bundesländern bleibt zu hoffen, dass die Umstrukturierung nicht mit einer Einsparung von Personal einhergeht, sondern die Aufsichtsbehörden im Gegenteil besser ausgestattet werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geschäftsmodell: Zentrale Blutprobenbank</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/geschaftsmodell-zentrale-blutprobenbank/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 17:11:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorsicht, Zynismus: Heute schlugen bei mir zwei Meldungen so zeitnah beeinander auf, dass ich automatisch auf dumme Gedanken  &#8211; äh &#8211; ein neues Geschäftsmodell kommen musste: 1. Die Bundesnetzagentur plant laut Wikileaks einen gemeinsamen Bestandsdatenpool aller TK-Anbieter. Das soll diskutiert werden, &#8230; &#8230; um entsprechende Abfragen gemaess Paragraph 112 TKG zu vereinfachen. In einem solchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorsicht, Zynismus:</p>
<p>Heute schlugen bei mir zwei Meldungen so zeitnah beeinander auf, dass ich automatisch auf dumme Gedanken  &#8211; äh &#8211; ein neues Geschäftsmodell kommen musste:</p>
<p>1. Die Bundesnetzagentur plant laut <a href="http://wikileaks.org/wiki/Bundesnetzagentur_plant_gemeinsamen_Bestandsdatenpool_aller_TK-Anbieter%2C_28_sep_2009" target="_blank">Wikileaks</a> einen gemeinsamen<strong> Bestandsdatenpool aller TK-Anbieter</strong>. Das soll diskutiert werden, &#8230;<span id="more-290"></span></p>
<blockquote><p>&#8230; um entsprechende Abfragen gemaess Paragraph 112 TKG zu vereinfachen. In einem solchen Datenpool waeren also die Daten aller Telefon-, Handy-, DSL- und E-Mail-Kunden in Deutschland versammelt. Vor dem Hintergrund des Datenschutzes erscheint eine solche Datensammlung aeusserst bedenklich.</p></blockquote>
<p>Sozusagen eine Bundestelekommunikationskundendatenbank (Dank an @olba]</p>
<p>2. Nicht nur Daimler, sondern auch der &#8220;<strong>NDR lässt bluten</strong>&#8221; (<a href="http://www.netzpolitik.org/2009/der-ndr-laesst-bluten/#comments" target="_blank">netzpolitik.org</a>) :</p>
<blockquote><p>Datenschützer und Arbeitsrechtler kritisieren die Maßnahme bereits. Es handele sich um einen Verstoß gegen das Datenschutzrecht. Dort sei geregelt, dass Arbeitgeber nur die “erforderlichen” Daten erheben dürften. Auf die Frage, welche “erforderlichen” Informationen aus den Bluttests gewonnen werden können, heißt es beim NDR, die Blutwerte lieferten Anhaltspunkte, ob der jeweilige Beschäftigte “die vorgesehene Wochenarbeitszeit wird bewältigen können”.</p></blockquote>
<p>Vermutlich nutzen auch weitere Unternehmen diese Informationsquelle.  Mal legal, oft illegal.</p>
<p>Wer bei Bluttests &#8220;nur an die üblichen Krankheiten&#8221; denkt und sich deshalb noch nicht genug gruselt, lese über den parawissenschaftlichen Aspekt zum Thema &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Japanische_Blutgruppendeutung" target="_blank">Japanische Blutgruppendeutung</a>&#8221; bei Wikipedia:</p>
<blockquote><p>Die fehlende wissenschaftliche Untermauerung war kein Hindernis für eine Entwicklung eines blühenden Marktes von Partnervermittlungen, die nach Blutgruppe vermitteln, und Personalberatern, die Unternehmern in der Aufgabe beistehen, die richtige Mischung von Blutgruppen in ihrem Personal zu finden.</p></blockquote>
<p><strong>Was folgt daraus, wenn wir 1 und 2 zusammenzählen?</strong> Der Bedarf an Blutproben ist riesig (Wachstumsmarkt!), die Blutmenge bei Stellenbewerbern begrenzt. Von Kosten, infizierten Kanülen und blauen Flecken wollen wir gar nicht erst reden.</p>
<p><strong>Der Ausweg ist eine zentrale Blutprobenbank! Eine Bundesblutprobenbank!!</strong></p>
<p>Ich muss nur einmal meine Blutprobe abgeben &#8211; und jeder potentielle Arbeitgeber kann sich die gewünschte Auskunft einholen.  Die Abwicklung der Anfragen könnte unkompliziert und unbürokratisch über die Arbeitsagentur erfolgen. Dort kann sich jeder als <a href="http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2009/1012/04_jobboerse.jsp" target="_blank">interessierter Arbeitgeber registrieren</a>, und dann&#8230;</p>
<p>Ohne diese Datenschutzbedenkenträger und Oberverdachtschöpfer könnte alles so einfach sein.</p>
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		<title>BMI: Kein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz geplant</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 15:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitnehmerdatenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz im Unternehmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas de Maiziere]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Tagen war die Meldung verbreitet worden, der neue Bundesinnenminister Thomas de Maiziere plane die baldige Vorlage eines Entwurfes für ein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz. Die Pressestelle des BMI teilte mir heute auf Anfrage mit, dass der Minister hier missverständlich zitiert worden sei. Im Einklang mit den Aussagen des Koalitionsvertrages sei geplant, den Arbeitnehmerdatenschutz in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Tagen war <a href="http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2009/11/02/02-14-maiziere.html" target="_blank">die Meldung verbreitet worden</a>, der neue Bundesinnenminister Thomas de Maiziere plane die baldige Vorlage eines Entwurfes für ein <strong>eigenständiges</strong> Arbeitnehmerdatenschutzgesetz. Die <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_104/DE/PresseAktuelles/Pressestelle/pressestelle_node.html" target="_blank">Pressestelle des BMI</a> teilte mir heute auf Anfrage mit, dass der Minister hier missverständlich zitiert worden sei. Im Einklang mit den Aussagen des Koalitionsvertrages sei geplant, den Arbeitnehmerdatenschutz in einem eigenen Kapitel <strong>innerhalb des Bundesdatenschutzgesetzes</strong> (BDSG) zu verankern. Die Federführung dafür liege beim BMI.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vorsicht Datenschutzbanausen: Fliegende Holländerin unterwegs!</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutzaufsichtsbehörden]]></category>
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		<category><![CDATA[Corinna Holländer]]></category>
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		<description><![CDATA[In der letzten Zeit ist mir  die Berliner Datenschutzaufsichtsbehörde nicht nur wegen ihres Jubiläums, sondern wiederholt wegen spektakulärer Bußgelder (Bahn) oder freundlich-hartnäckiger Bußgeldandrohungen (Niggemeier) aufgefallen. Gestern hatte ich nun ein Aha-Erlebnis beim Durchstöbern der aktuellen RDV 2009 Heft 5 (Recht der Datenverarbeitung, DATAKONTEXT): Auf Seite 205 beginnt ein Artikel &#8220;Datensündern auf der Spur &#8211; Bußgeldverfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Zeit ist mir  die Berliner Datenschutzaufsichtsbehörde nicht nur wegen ihres <a href="http://datenschutzalltag.wordpress.com/2009/10/28/simitis-datenschutz-demokratie-und-informationsverzicht/" target="_blank">Jubiläums</a>, sondern wiederholt wegen spektakulärer Bußgelder (<a href="http://datenschutzalltag.wordpress.com/2009/10/20/teures-massen-screening-bahn-soll-11-millionen-busgeld-zahlen/" target="_blank">Bahn</a>) oder freundlich-hartnäckiger Bußgeldandrohungen (<a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/berliner-datenschutzbeauftragter-verbietet-ip-logging-auf-webservern-des-bildbloggers-niggemeier/" target="_blank">Niggemeier</a>) aufgefallen.</p>
<p>Gestern hatte ich nun ein Aha-Erlebnis beim Durchstöbern der aktuellen RDV 2009 Heft 5 (<a href="http://www.datakontext.de/index.php?seite=rdv_fachzeitschrift_datenschutz_startseite" target="_blank">Recht der Datenverarbeitung, DATAKONTEXT</a>): <span id="more-279"></span>Auf Seite 205 beginnt ein Artikel <strong>&#8220;Datensündern auf der Spur &#8211; Bußgeldverfahren ungeliebtes Instrument der Datenschutzaufsichtsbehörden?&#8221;</strong> (Anmerkungen zu § 43 BDSG). Autorin ist Regierungsrätin Corinna <strong>Holländer</strong>, die als Justizreferentin beim Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit u.a. zuständig für die Bearbeitung von Bußgeldverfahren nach dem BDSG ist.</p>
<p>Aha <img src='http://datenschutzalltag.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Artikel ist volle sieben Seiten lang und erscheint abschreckend juristisch-nüchtern. Der zugeneigte Leser wird aber nicht nur mit einer klaren Darstellung, sondern auch mit amüsanten Sprachschöpfungen bei Laune gehalten.</p>
<p>Als Gründe für die bisher geringe Zahl der Bußgeldbescheide der Datenschutzaufsichtsbehörden (Beispiel 2005/2006: Im Durchschnitt 2,75 pro Jahr und Bundesland) nennt die Autorin u.a. die personelle Unterbesetzung,  eine &#8220;Politik der Reserviertheit&#8221;, mangelnde Eingriffsbefugnisse und das politische Umfeld nach dem 11.09.2001.</p>
<p>Der &#8220;sanktionsrechtliche Aufrüstungseifer&#8221; des letzten Deutschen Bundestages hat dem BDSG durch die drei Novellen in 2009 insgesamt zwölf neue Bußgeldtatbestände beschert (&#8220;Trio mit 12 Fäusten&#8221;). Die einzelnen Neuerungen werden fachkundig beschrieben, weiter bestehende Lücken aufgezeigt.</p>
<p>Im Ausblick erwartet die Autorin für die zukünftige Praxis der Aufsichtsbehörden ein Nebeneinander von Zwangsgeldern (&#8220;zur Durchsetzung von einmal erforderlichen Handlungen&#8221;) und Bußgeldverfahren, letzere v.a. in den Fällen, &#8220;wo eine Kooperation nicht erkennbar oder die Normverdeutlichung unerlässlich ist&#8221;. Sie empfiehlt den Aufsichtsbehörden die Bildung eigener Dezernate zur Verfolgung datenschutzrechtlicher Ordnungswidrigkeiten, um die Verfahren professioneller zu gestalten.</p>
<p>Mein Eindruck: Hier schreibt jemand mit praktischen Erfahrungen. Ich kenne Corinna Holländer noch aus ihrer Zeit als Referentin bei Gisela Piltz MdB. Offenbar hat sie sich ihr Engagement nach dem Wechsel in die Behörde erhalten. Deshalb: Siehe Überschrift!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: RaheBlog zum Filesharing</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/lesetipp-raheblog-zum-filesharing/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 19:37:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Rahe]]></category>
		<category><![CDATA[Privatkopie]]></category>
		<category><![CDATA[Störerhaftung]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen aktuellen und laienverständlichen Überblick zum Stand der Dinge beim Thema &#8220;Filesharing&#8221; gibt Michael Rahe in seinem beobachtenswerten Blog unter dem Titel &#8220;Filesharing: Warten auf Godot&#8220;. Im Gegensatz zu Godot glaube ich vom BGH zu wissen, dass es existiert und irgendwann in Erscheinung treten wird Einige Fixpunkte für Lesefaule: Angebot zum Download? Strafbar! Download? Strafbar, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen aktuellen und laienverständlichen Überblick zum Stand der Dinge beim Thema &#8220;Filesharing&#8221; gibt Michael Rahe in seinem beobachtenswerten Blog unter dem Titel &#8220;<a href="http://blog.michael-rahe.de/2009/11/03/filesharing-warten-auf-godot/" target="_blank">Filesharing: Warten auf Godot</a>&#8220;. Im Gegensatz zu Godot glaube ich vom BGH zu wissen, dass es existiert und irgendwann in Erscheinung treten wird <img src='http://datenschutzalltag.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Einige Fixpunkte für Lesefaule:</p>
<ul>
<li>Angebot zum Download? Strafbar!</li>
<li>Download? Strafbar, aber schwer nachweisbar</li>
<li>Betreiben einer Plattform? Eigentlich legal, aber internationaler Gegenwind</li>
<li>Praxis: Anschlussinhaber der Rechtsbrecher haftet als Störer, wenn er den Zugang nicht absichert</li>
<li>Reichweite der Störerhaftung umstritten (&#8230;BGH)</li>
<li>&#8220;Gewerbliches Ausmaß&#8221; umstritten (&#8230;BGH)</li>
<li>Digitale Privatkopie bleibt erlaubt</li>
<li>Koalitionsvertrag und EU-Telekom-Paket beachten</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Marketing und Datenschutz: Eine Hassliebe</title>
		<link>http://datenschutzalltag.de/2009/11/marketing-und-datenschutz-eine-hassliebe/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Nov 2009 23:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>datenschutzalltag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz im Unternehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Schneier]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Datensparsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Einwilligung]]></category>
		<category><![CDATA[Einwilligungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal treffen zufällig zwei Ereignisse aufeinander und beleuchten dadurch ein bekanntes Thema in einem neuen Licht. Ich habe in den letzten Tagen Anlass gehabt, über das Verhältnis von Marketing und Datenschutz nachzudenken. Marketing entdeckt Datenschutz Vor einer Woche überraschten mich die Ergebnisse einer lesenswerten Studie von Client Vela und TU München. Siehe dazu hier im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal treffen zufällig zwei Ereignisse aufeinander und beleuchten dadurch ein bekanntes Thema in einem neuen Licht. Ich habe in den letzten Tagen Anlass gehabt, über das Verhältnis von Marketing und Datenschutz nachzudenken.</p>
<p><strong>Marketing entdeckt Datenschutz</strong></p>
<p>Vor einer Woche überraschten mich die <a href="http://www.haufe.de/acquisa/newsDetails?newsID=1256281386.59" target="_blank">Ergebnisse<strong> </strong>einer lesenswerten Studie</a> von Client Vela und TU München. Siehe dazu <a href="http://datenschutzalltag.wordpress.com/2009/10/26/studie-datenschutz-wichtiger-faktor-bei-der-kaufentscheidung/" target="_blank">hier</a> im Blog:</p>
<blockquote><p>Auf die Frage „Wie beeinflussen die folgenden Faktoren Ihre Absicht, bei einem Unternehmen erneut zu kaufen und/oder dieses weiterzuempfehlen?“ erhielt der Punkt „Datenschutz“ insgesamt die drittbeste Bewertung, wurde aber von 43%  als „sehr starker“ Faktor genannt – Spitzenwert!</p></blockquote>
<p>Datenschutz rangierte damit hinter dem Preis und der Mitarbeiterkompetenz, aber vor Serviceleistungen, den Kernleistungen des Produktes und sieben weiteren Faktoren.<br />
<span id="more-216"></span><br />
Langfristige Kundenbindung funktioniert nicht ohne den respektvollen Umgang mit der Person des Vertragspartners. Im Ladengeschäft wird die Person des Kunden <strong>auch</strong>, im Online-Geschäft <strong>nur</strong> durch ihre Daten verkörpert. Diese Botschaft ist in der Bevölkerung offensichtlich schneller angekommen als in vielen Handelsunternehmen. Kluge Unternehmer haben die Chance, dass steigende Interesse am Datenschutz zu nutzen und dabei schneller als die Konkurrenz zu sein.</p>
<p><strong>Marketing als größte Gefahr für den Datenschutz</strong></p>
<p>Auf der anderen Seite der Medaille verblüffte mich IT-Guru Bruce Schneier  in einem <a href="http://news.cnet.com/8301-27080_3-10381460-245.html" target="_blank">Interview</a> für eine Kolumne auf cnet.com. Auf die Frage, woher die größte Gefahr für unsere Privatsphäre droht, antwortete er nicht etwa mit &#8220;Sicherheitsbehörden&#8221; oder &#8220;Unterwelt&#8221;, sondern:</p>
<blockquote><p>Marketing. The legal collection, storage, resale, and reuse of personal information. Information brokers are doing more to hurt consumer privacy than anything criminals or the government can do. And, even worse, the government can buy information from them, and criminals can break into their databases.</p></blockquote>
<p>Marketingleute horten die Informationen, die dann von Regierungen gekauft oder von Kriminellen gestohlen werden können. Passenderweise verlor kurz danach der Britische Guardian durch einen Einbruch etwa eine halbe Million Datensätze von Online-Bewerbern inklusive Lebenslauf.</p>
<p>&#8220;Ich brauche Dich, aber ich kann gefährlich für Dich werden!&#8221;, das klingt nach einer Schnulze mit Krimi-Potential. Hat die Beziehung eine Zukunft?</p>
<p><strong>Wie können Marketing und Datenschutz miteinander leben?</strong></p>
<p>Es gab in den vergangenen Tagen noch mehr Neuigkeiten u nd bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei. Aber wer hätte das gedacht: Ausgerechnet im aktuellen Koalitionsvertrag finden sich Ansatzpunkte für ein Happy End zwischen Marketing und Datenschutz. Das Zauberwort heißt &#8220;Datensparsamkeit&#8221; und wird für eGovernment-Projekte ebenso beschworen wie für den privaten Bereich. Daneben halte ich die Transparenz durch klare, faire Einwilligungen für den richtigen Weg und bin damit auf einer Spur mit der Bundesregierung:</p>
<blockquote><p>Die Einwilligung ist eine wesentliche Säule des informationellen Selbstbestimmungsrechts. Ziel der Reform muss daher auch sein, verbesserte Rahmenbedingungen für informierte und freie Einwilligungen zu schaffen. Dazu sollen Informationspflichten erweitert und der Freiwilligkeit der Einwilligung größere Bedeutung beigemessen werden.</p></blockquote>
<p>Natürlich besteht die Gefahr der Gewöhnung: Allzuleicht unterschreiben wir im Angesicht des greifbaren Sonderangebotes alles Mögliche, auch weitreichende Einwilligungen (Glauben Sie nicht? Dann werfen Sie mal einen genauen Blick auf die Einwilligung bei der <a href="https://scgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?RegisterEnterInfo" target="_blank">ebay-Anmeldung</a>, die Sie vermutlich so wie ich nur flüchtig überflogen haben). Dennoch gibt es aus meiner Sicht keine Alternative zu einer Einwilligungskultur. Wenn beide Seiten, Kunden und Unternehmer, dazulernen und darauf eingehen, kann ein fairer Interessensaugleich gelingen.</p>
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