Archive for the ‘Datenschutzzukunft’ Category.
21. September 2011, 16:09
Letzte Woche auf der IAA hatte BfDI Peter Schaar vor Hackerangriffen auf Elektroautos gewarnt. Für seine Datenmissbrauchsszenarienwar er teilweise belächelt worden (siehe z.B. die Kommentare am Ende der o.a. Seite):
Möglich sei, dass Unternehmen oder staatliche Stellen Bewegungsprofile von Fahrern erstellen. So könnten Steuerbehörden und Versicherungen sehr interessiert an den Autodaten sein. Besonders durch die Hybrid-Technik und elektronische Fahrassistenten falle eine große Menge an Daten an.
Die Daten könnten in die Hände der Anbieter gelangen, wenn der Fahrer das Auto zum Tanken an eine Strom-Zapfsäule anschließt. „Ich stelle mir eine Google-Zapfsäule vor“, sagt Schaar. „Dort kann man vielleicht etwas günstiger tanken, muss aber Dinge über sich und sein Auto preisgeben.“
Heute erreicht mich eine Meldung über Futurezone: “Auto-Ortung entpuppt sich als Datenkrake“. Danach stellt der Auto-Ortungsdienst OnStar die Übertragung der Fahrzeugdaten auch nach Ende eines laufenden Service-Vertrages nicht ein. Zu diesem Zweck hat man flugs die Vertragsbedingungen geändert . Danach besitzt OnStar nun das Recht, die Daten in anonymisierter Form weiterzugeben.Der Bedarf ist vorhanden…
Ob man hier von einer Anonymisierung sprechen kann, scheint mir fraglich.
Zwei Schlussfolgerungen aus meiner Sicht:
1. Fahrzeug- und Fahrerdaten wecken Begehrlichkeiten, weil wertvoll sind. Wir dürfen uns auf immer neue “Ausbeutungsszenarien” freuen.
2. Was machbar ist, wird gemacht: Anfallende Daten werden genutzt. Früher oder später. Eher früher als später.
27. Oktober 2010, 23:22
Der Entwurf ist heute netzweit diskutiert und mit netten Thilo-Weichert-Fotos (1,2)verbreitet worden.
Ich begrüße den Vorstoß in Richtung “privacy by default” (wenn mir auch ein deutsches Schlagwort besser gefallen würde), den Ansatz eines vererbbaren Löschdatums sowie die beabsichtigte Klarstellung zum Thema “elektronische Einwilligungen”. Im Kernpunkt allerdings schließe ich mich der Kritik von RA Thomas Stadler an, was das unpraktikable Widerspruchsrecht im Einzelfall angeht.
So oder so, ein Gesetzentwurf mehr schadet in keinem Fall und legt die Latte für die spätestens zum 7.12. erwarteten Papiere von Wirtschaft & BMI höher.
26. November 2009, 00:18
Ich bin persönlich hin und her gerissen zwischen “Was-es-nicht-alles-gibt”-Bewunderung und “Wenn-das-in-die-falschen-Hände-gerät”-Paranoia. Über folgende Neuerungen (jedenfalls “neu” für mich) habe ich in den letzten Tagen gestaunt:
Funkende SD-Karten
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4. November 2009, 18:11
Vorsicht, Zynismus:
Heute schlugen bei mir zwei Meldungen so zeitnah beeinander auf, dass ich automatisch auf dumme Gedanken – äh – ein neues Geschäftsmodell kommen musste:
1. Die Bundesnetzagentur plant laut Wikileaks einen gemeinsamen Bestandsdatenpool aller TK-Anbieter. Das soll diskutiert werden, … Continue reading ‘Geschäftsmodell: Zentrale Blutprobenbank’ »
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16. Oktober 2009, 21:28
Nicht ganz neu, aber ich habe es heute erst gelesen: Andreas Gahlert, Gründer und Chef von Neue Digitale/Razorfish freut sich auf eine Zukunft mit implantierten RFID-Chips. Der Typ war 2006 “Web-Persönlichkeit des Jahres”.
Für mich ist auch die Vision spannend, dass alle Menschen RFIDChips
haben und man dann mit dem iPhone sehen kann, wen man vor sich hat.
Quelle: Wirtschaftsinformatik & Management 1.2009
Ich muss wohl doch auswandern.